Litauen
Vilnius: Die Stadt ist reich an ihrer lateinischen und byzantinischen Vergangenheit
und multikulturellen Gegenwart. Als „Jerusalem des Nordens” einst Zentrum der jüdischen Kultur,
steht sie auf sieben Hügeln in neuer Blüte mit wunderschön restaurierter Altstadt in lieblichem,
schier endlosem barocken Flair. Unweit liegt die Burg Trakai, Zeugin der Geschichte als
Litauen das größte Reich Europas war und bis ans Schwarzer Meer reichte.
Beeindruckend ist der Berg der Kreuze - das litauische Golgatha, ein großes
katholisches Pilgerziel. An der Mündung des Kurischen Haffs liegt die
Heimat des "Ännchen von Tharau" - das verspielte Klaipeda (Memel),
die äußerste Stadt des alten Ostpreußens.
Litauens Natur überflutet die Sinne durch schwimmende Inseln, weite Seelandschaften,
die außergewöhnliche Kurische Nehrung mit der schneeweißen und endlosen
wandernden Düne, die schon Thomas Mann anzog. Davor gelegen fasziniert der
natürliche Flusslauf der Memel mit endlosen Stränden und Süßwassermuscheln.
Wo findet man das noch in Europa?
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• Städtereise: Multikulturelles Vilnius
• Auf den Spuren des alten Ostpreußens
• Radwandern an der Goldenen Küste
• Jüdisches Leben in Vilnius
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Ein wunderbares Buch für alle, die die
baltischen Staaten kennenlernen möchten,
bietet der Mitteldeutsche Verlag an.
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Heimat
Mein Land ist schön: blau der Nemunas, still die hellen
Und breiten Bernsteinküsten, still die alte Stadt
Palanga. Träge treibt der Wind die sanften Wellen
Des Haffs und streicht den Strand von allen Spuren glatt.
Ich seh mein Land mit seinen Feldern, Birkenhainen,
Den Himmel, blau wie Flachs in tiefster Blütenpracht,
Den Duft der Heimat spür ich, und ich seh die reinen,
Spätabendlichen Farben aufglühn vor der Nacht,
Und diese Nächte werden unvergessen bleiben,
Vom Tau durchtränkt, der bald schon erster Rauhreif wird,
Ich seh durchs Kupferlaub der Birken Nebel treiben,
Versilbert liegt das Feld im Frost, die Erde klirrt,
Und immer werde ich das Lied der Lerchen lieben,
Die über grauen Äckern hoch im Himmel stehn,
Und an den Winter denk ich, seine Fröste schrieben
Mir Rätselbilder auf die Fenster und die Seen.
Geschloßnen Auges seh ich die ergrauten Linden
Und hör den Ahorn raunen, meine Seele lauscht
Den Bächen, die sich murmelnd durch die Wiesen winden,
In denen ersten Gleichmuts schon die Sense rauscht.
Mein Volk, ich sehne mich nach dir. Wann summt mir wieder
Die süße, so vertraute Sprache nah am Ohr?
Weit aus der Ferne hör ich deine alten Lieder
Und meine müde Seele richtet sich empor.
Antanas Venclova,Deutsch von Vytautas Kubilius
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